Rentenniveau

Als Rentenniveau bezeichnet man das Verhältnis zwischen dem Durchschnittseinkommen eines Erwerbstätigen und der durchschnittlichen Rente. Um es zu berechnen, wird der Eckrentner, eine fiktive Person, zugrunde gelegt. Er geht mit 65 Jahren in Rente, hat 45 Jahre lang in die Rentenkasse einbezahlt und hatte ein Durchschnittseinkommen.

Das Rentenniveau lag im Jahr 2004 bei 70%. Seit 2005 bis zum Jahr 2030 wird das Rentenniveau auf 67% gesenkt und bis 2050 sogar auf 64%. Es handelt sich dabei aber nicht um den Wert, den man, gemessen am letzten Brutto- oder Nettogehalt, vor Rentenbeginn erhält. Mit Rentenanpassungen wird versucht, das Rentenniveau zu halten, so dass für die heutigen sowie die neuen Rentenzugänge ein einheitliches Rentenniveau besteht.

Um den Lebensstandard trotz immer weiter sinkendem Rentenniveau, auch im Alter aufrecht erhalten zu können, ist die private Vorsorge heute und auch in Zukunft wichtiger als je zuvor. Das hat auch der Staat erkannt und einige Förderprogramme für die private Altersvorsorge entwickelt. Ohne diese private Vorsorge, fallen viele zukünftige Rentner in die Altersarmut. Vor allem mit der Riester Rente, hat der Staat eine Vorsorge ermöglicht, die auch für Familien und Menschen mit geringem Einkommen finanziell tragbar ist. Der Beitrag wird nach dem Einkommen des Vorjahres berechnet und der zu zahlende Beitrag verringert sich um die Zulagen. Eine Familie mit zwei Kindern kommt so in den Genuss einer günstigen Altersvorsorge und auch Geringverdiener, können der Zeit als Rentner etwas entspannter entgegensehen.

Ebenfalls gefördert, wird die betriebliche Altersvorsorge. Durch Steuer- sowie Sozialabgabenersparnis, die in die Beiträge einfließen, hat jeder Arbeitnehmer die Möglichkeit relativ günstig, für das Alter vorzusorgen. Die Beiträge werden vom Bruttoeinkommen abgezogen und mit Beginn der Altersrente monatlich als Zusatzrente ausbezahlt.

Durch das sinkende Rentenniveau ist jeder Bürger gezwungen eine private Altersvorsorge zu treffen, ansonsten droht die Altersarmut. Da die Rentner heute immer älter werden und zudem aktiver sind als die Generationen vorher, sollten auch die finanziellen Mittel vorhanden sein um am Gesellschaftsleben teilzunehmen. Nur so ist es möglich die Rentenzeit, nach Jahrzehnten der Arbeit, ohne Einschränkungen zu genießen.