Rentensystem

Von 2001 bis 2004 wurde das Deutsche Rentensystem so einschneidend reformiert wie noch nie zuvor. Um die zukünftigen Rentner bei der privaten Vorsorge zu unterstützen wurde die Riester Rente sowie die Basisrente eingeführt. Der Nachhaltigkeitsfaktor wurde ebenso neu eingeführt wie die nachgelagerte Besteuerung. Um die zukünftigen Rentner vor dem sinkenden Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung zu schützen, werden sie bei der privaten Vorsorge mit staatlichen Förderprogrammen unterstützt.

Viele glaubten fest an die gesetzliche Rente und mussten für dieses Thema erst sensibilisiert werden. Auch die Aussage eines Politikers bestärkte sie in dem Glauben an die Sicherheit der Rente. Nach der Rentenreform, hat wahrscheinlich auch der letzte Gläubige erkannt, dass ohne private Vorsorge, im Alter nicht auszukommen ist. Die Probleme des Deutschen Rentensystems wurde von vielen nicht erkannt, unter anderem auch von Politikern.

Auch in den Unternehmen wurde erkannt, das die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird um die Rentenzeit angenehm zu gestalten. Seitdem wird auch in den großen Unternehmen stark auf die betriebliche Altersvorsorge gesetzt. Die meisten Arbeitgeber, vor allem in größeren Betrieben, nehmen es in diesem Punkt mit ihrer Fürsorgepflicht sehr genau und bieten den Arbeitnehmern die vom Staat geförderte betriebliche Altersvorsorge an und viele beteiligen sich zudem noch an den Beiträgen. In kleinen Betrieben tut man sich allerdings mit der betrieblichen Altersvorsorge noch etwas schwer.

Auch wenn sich viele über die immer geringer werdende Rente und die stufenweise Erhöhung der Regelarbeitszeit ärgern, wird jeder erkennen, dass es nötig ist auch den heutigen Berufstätigen die gesetzliche Rente zukommen zu lassen. Mit der Rentenreform wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Probleme die das Deutsche Rentensystem hatte und immer noch hat, können mit diesen Änderungen wenigstens zum Teil behoben werden.