Berechnung der Versorgungslücke
Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist, wird wissen, dass er im Ruhestand eine Versorgungslücke hat. Diese sollte auf jeden Fall geschlossen werden um in der Rentenzeit nicht zu viele Abstriche machen zu müssen oder gar in die Altersarmut zu fallen. Die heutigen Rentner sind vital und nehmen aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Hobbys und Urlaub kosten Geld und das sollte auch im Ruhestand zur Verfügung stehen. Gerade dann hat man endlich die nötige Zeit hat und es sollte nicht am Geld scheitern. Den besten Überblick, über die finanzielle Lage im Ruhestand, bekommt man durch eine Berechnung der Versorgungslücke im Alter.
Zuerst sollte man die laufenden Kosten, wie das Haushaltsgeld, Versicherungen, Kreditraten, eventuell Miete und die Wohnnebenkosten, ermitteln. Auch Reisen die man in der Rentenzeit unternehmen möchte oder Hobbys, für die man Geld benötigt, sollten berücksichtigt werden. Soll eventuell noch ein neues Auto, Möbel oder etwas anderes angeschafft werden, müssen die dafür vorgesehenen Summen ebenfalls mit eingeplant werden. Nachdem diese Kosten ermittelt sind, muss das Einkommen als Rentner oder Rentnerin ermittelt werden.
Um die voraussichtliche Rente zu erfahren, kann man sich von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Renteninformation zukommen lassen. Um eventuelle Versorgungslücken festzustellen wird diese ab dem 27. Lebensjahr automatisch jedem zugeschickt, der Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt.
Wer eine betriebliche Rentenversicherung hat, kann sich Auskunft über die daraus zu erwartende Rente von seinem Arbeitgeber einholen. Private Renten- oder Lebensversicherung sollten auch in die Berechnung einfließen. Weitere Einnahmen aus Vermietung, Verpachtung oder aus Kapitalvermögen, sofern vorhanden, sind hinzuzurechnen.
Nun kann jeder, seine eigene Bilanz erstellen indem er die Einnahmen mit den Ausgaben abgleicht. Normalerweise rechnet man als Versorgungsbedarf mit 90% des letzten Nettogehalts. Das ist ein grober Richtwert, nach dem man normalerweise gehen kann. Die Differenz zwischen den Einnahmen und den voraussichtlichen Ausgaben ist die Versorgungslücke, die durch eine private Altersvorsorge geschlossen werden sollte. Gerade Menschen, die im Berufsleben viel Geld verdienen, werden eine größere Versorgungslücke haben, denn die Rentenhöhe wird aus der Beitragsbemessungsgrenze ermittelt.
|