Lebenserwartung

Durch die steigende Lebenserwartung, muss die gesetzliche Rente immer länger bezahlt werden. Die steigende durchschnittliche Lebenserwartung liegt heute bei 17,4 Jahren. Männer erhalten die gesetzliche Rente im Durchschnitt für 15,3 Jahre, bei Frauen liegt die Lebenserwartung höher, sie bekommen für durchschnittlich 19,5 Jahre von der gesetzlichen Rentenkasse ihre Rente.

Seit die erste Sterbetafel in Deutschland veröffentlicht wurde, das war in den Jahren 1871/1881, hat sich die Lebenserwartung in Deutschland verdoppelt und es ist noch kein Ende abzusehen. So wurde ermittelt, dass heute geborene Mädchen mindestens 100 Jahre alt werden können. Sie würde also, wenn sie mit 67 Jahren in Rente ginge, 33 Jahre lang die gesetzliche Rente beziehen.

Durch die steigende durchschnittliche Lebenserwartung wird die gesetzliche Rentenkasse, aber auch alle anderen Versicherer, zwangsläufig Renditeprobleme bekommen. Die Rentenbeiträge werden mit den Jahren steigen müssen und die Leistung wird sinken. Nur so kann die Rente für zukünftige Generationen gesichert werden. Auch der demografische Wandel hat seinen Teil dazu beigetragen, dass es zu den enormen Belastungen der Rentenkasse gekommen ist. Es gibt immer mehr Rentner und die Geburten gehen immer weiter zurück.

Die steigende durchschnittliche Lebenserwartung haben wir den Erfolgen der Medizin zu verdanken. Durch neue Erkenntnisse und Entwicklungen, kann den Menschen im Falle von Krankheit viel besser geholfen werden. Um die Jahrhundertwende lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 45 Jahre. Die Menschen starben noch bis zum 2. Weltkrieg an Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Diphtherie usw. Heute gibt es Impfungen, die gefährliche Infektionskrankheiten nahezu ausgerottet, haben.

Die Menschen mussten körperlich viel schwerer Arbeiten als heute, sie hatten keine Maschinen, die ihnen die Arbeit erleichterten. Jeder freut sich über die steigende durchschnittliche Lebenserwartung, um den Ruhestand genießen zu können, sollte man aber auch an die private Vorsorge denken. Wer keine private Rentenversicherung abschließt, muss sich nicht wundern, wenn er in die Altersarmut fällt. Ob der wohlverdiente Ruhestand dann noch so schön und angenehm ist, wenn man sich finanziell einschränken muss, ist fraglich.